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Die kleinste Geschichte über das größte Gefühl in mir

Die kleinste Geschichte über das größte Gefühl in mir.

 

Es ist dunkel, nur ein kleines Licht brennt. Ich bin nervös und zitter, mein Herz klopft wie verrückt. Ich atme tief ein und aus. Mir wird gerade richtig warm. Ich wedel mit meinen Händen zu meinen Gesicht, sodass der Wind, der dabei entsteht, mir eine kleine Erfrischung geben kann. Um mir sind so viele gestresste Menschen, die mich ebenfalls nochmal in Stress bringen, in der Dunkelheit. Sie fragen mich alle etwas, aber ich bin total abwesend und nicke meistens nur. Ich kann mich gerade nicht konzentrieren. Es kommt mir wie eine halbe Ewigkeit vor, die ich hier schon stehe. Es wird um mir ruhig und ich kann nun nach draußen lauschen. Ich höre murmelnde Menschen, die mit irgendwelchen Sachen herumknistern. Doch plötzlich brennt auch das kleine Licht aus, und nun ist es ganz dunkel. Es wird ganz still, ganz leise, und es ist dunkel. Ein Mann flüstert neben mir '' Eins, zwei , drei .. Showtime ''. Der Vorhang vor mir öffnet sich langsam. Ein Scheinwerfer springt an. Es scheint nur auf mich, auf den Drummer, auf den Gitarrist, auf den Pianist. Es ist noch immer ruhig im Saal, bis man ein Klatschen heraus hören kann, welches ein ganzes klatschendes Publikum verursacht hat. Die Bühne ist riesig groß und wir sehen auf dieser winzig klein aus. Das Publikum wird wieder ruhig. Ich kann meinen Atem hören. Mein E-Bass hängt um mir. Ich lass eine Hand aufs Griffbrett gleiten und mit einen Finger lass ich den ersten Ton erklingen. Ich spiele nicht viel, bis die anderen Instrumente einsetzen. In dem Moment fällt ein riesen Stein vom Herzen, ich fühle mich frei. Ich lasse meine Finger die Saiten zupfen und meine Hand gleitet von Bund zu Bund, über den langen Hals meines Basses. Dann folgt das Gitarrensolo, während Schlagzeug und Piano ganz leise spielen, die Gitarre ihr Solo spielt und mein Bass das Solo noch einmal befestigt. Meine Augen sind geschlossen und ich lausche meiner eigenen Kunst.  Bis der letzte Ton erklingt, bis der Raum in Stille verfällt, bis das Publikum klatscht und nach einer Zugabe ruft. Dann öffne ich die Augen und merke, dass es vier Minuten meines Lebens waren, die mir wie eine halbe Ewigkeit vorkamen. Eine Ewigkeit, die eine Ewigkeit sein sollte, die nicht enden sollte, die nunmal für ewig sein sollte. Am Schluss werden unsere Namen genannt und das Instrument, welches wir spielen. Eins der besten Momente. Du weißt, dass du es geschafft hast. Du darfst stolz sein, du darfst dich feiern. Du darfst die anderen feiern. Du darfst mit dem Publikum feiern. Und Abends darfst du zufrieden die Augen schließen, noch ein paar letzte Gedanken an das schönste Gefühl schenken und dann langsam, leise in einem ruhigen Schlaf fallen, und von dem schönsten Gefühl noch einmal träumen!

 

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6.12.11 22:43
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dom / Website (7.12.11 20:44)
Du hast das wirklich schön formuliert, man "fiebert" regelrecht mit.
Ich persönlich konnte mir alles ziemlich gut vorstellen.
Nun, was will ich noch groß sagen?
Nichts.
Man schreibt sich. (:

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